Das dreckige Dutzend

– 12 Begriffe aus dem Filmjargon, die man kennen sollte 

Wer in der Welt der Filmfreunde beim Fachsimpeln glänzen möchte, tut gut daran, etwas Film-Slang zu beherrschen.

Cineast, der. Hierbei handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Filmfan. Der „Cineast“ ist ein brennender Verehrer der Filmkunst. Er kennt sich bestens mit sämtlichen Hintergrundinformationen zu den Filmen aus und kann wie kein anderer den Unterschied zwischen einem „Blockbuster“ und einem „Independent-Film“ erklären.

Blockbuster, der. Damit ist ein Film gemeint, der mit einem hohem Budget entstanden ist und durch viel Werbung weltweit ein Millionen-Publikum anzieht. Somit sind die Ausgaben bei einem „Blockbuster“ in der Regel in ein paar Wochen wieder eingespielt. Ganz im Gegensatz zu

Independent-Film, der. Er entsteht ohne die Finanzierung durch große Filmstudios. „Independent-Filme“ sind also finanziell und vor allem künstlerisch unabhängig.

Mumblecores, die. Sie sind eine Form des „Independent-Films“. Das Wort „mumble“ heißt auf Deutsch „murmeln“. Und viel mehr als ein Murmeln oder Nuscheln lässt sich aufgrund der schlechten Tonqualität dieser Filme auch oft nicht verstehen. Sich gut zu konzentrieren, ist aber unerlässlich, denn „Mumblecores“ enthalten viele realitätsnahe Dialoge. Gedreht wird mit einfachsten Mitteln und oft mit denkbar geringem Budget.

Rip-Off, der. Ein Rip-Off – oder auch „Mockbuster“ genannt – wiederum ist ein Abklatsch eines bereits erfolgreichen Films. Die Story eines „Blockbusters“ wird ganz simpel kopiert und reitet dann auf der Werbewelle des teilweise gleichzeitig erscheinenden Originals mit.

Mockumentary, die. Der Begriff lehnt sich ebenso wie der „Mockbuster“ an die Bezeichnung „Mock“ an, die in etwa „Fälschung“ oder „Nachahmung“ bedeutet. Eine „Mockumentary“ ist also eine fiktive Dokumentation.

Mindfuck, der. „Mindfuck“ ist ein Effekt in Filmen, der den Zuschauer mit teilweise surrealen Begebenheiten und nicht annähernd zu erwartenden Wendungen verwirren soll. Durch die gekonnte Manipulation zweifelt der Kinobesucher an Sinn und Verstand im Hinblick auf das, was er gerade auf der Leinwand gesehen bzw. wie er es ursprünglich beurteilt hat. Er bleibt am Ende verblüfft zurück.

Biopic, das. Beim „Biopic“ ist der Name Programm: Es ist die Verfilmung (Pic bzw. Picture(s)) des Lebens (Bio bzw. Biografie) einer Persönlichkeit, die entweder noch lebt oder einmal gelebt hat. Es ist also eine Filmbiografie.

Retrospektive, die. „Retrospektiven“ sind wiederum Rückblicke auf die Werke filmschaffender Künstler oder auch auf Genres. „Retrospektiven“ werden gerne auf Filmfestivals präsentiert.

Goof, der. Sehr viel Freude macht einigen „Cineasten“ das Aufspüren so genannter „Goofs“. Das sind Filmfehler, die während des Drehs bzw. Filmschnitts übersehen wurden. Viele „Goofs“ finden sich unter anderem in dem Film „Spartacus“.

Movie mistakes Spartacus (1960) auf YouTube.

Cameo-Auftritt, der. Ebenfalls beim Publikum sehr beliebt sind „Cameo-Auftritte“ von Stars. Diese tauchen plötzlich und kurz im Film auf und spielen meist sich selbst. Sehr bekannt für seine „Cameo-Auftritte“ war Alfred Hitchcock.

Spoiler, der. Zu guter Letzt darf der Begriff „Spoiler“ nicht fehlen. „Spoilers ahead“ ist ein wichtiger Hinweis in Filmkritiken. Der Leser wird vorgewarnt, nicht weiter zu lesen, sofern er den Film selbst noch nicht gesehen hat. Denn bei einem „Spoiler“ wird das Ende verraten – nicht gerade das, was die Vorfreude auf einen Film steigert. Möchte man sich also nicht unbeliebt machen, sollte man sich davor hüten, zu „spoilern“.

Dies war nur ein kleiner Einstieg in die Fachsprache des Films. Die Liste ließe sich noch unendlich fortführen. Es bleibt noch „Gute Unterhaltung!“ zu wünschen – sowohl beim Filme-Schauen als auch bei den anschließenden fachlichen Gesprächen.

Text: Melanie Schmidt

2 Kommentare

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