Das sagen die anderen (16/1)

– OffBloggers kleine Presseschau –

„Eigentlich wird ja immer jemand geehrt. Schließlich gibt es jede Woche ein Filmfestival, bei dem man jemandem einen goldenen Eumel in die Hand drücken kann. Das ist ein kluges Geschäft: Der Geehrte bekommt die entsprechende Publicity, und das Festival sonnt sich im Glanz seiner Prominenz. Aufregend ist das nur selten. Als jedoch jetzt die Nachricht kam, dass Nicolas Cage auf dem Internationalen Filmfest ­Oldenburg mit dem German Independence Honorary Award ­ausgezeichnet wird, war ich begeistert. Denn Nicolas Cage gehört zu meinen Lieblingen, ich bewundere sein Arbeitsethos. Der Mann hat ja praktisch überall mitgespielt: von höchster Filmkunst bis zu blödsinnigstem Schund. Und immer hängt er sich voll rein, in jeder Performance scheint er um sein Leben zu ­spielen. Wer Cage engagiert, ­bekommt was fürs Geld. Bewundernswert! Einer meiner Lieblingsfilme mit dem amerikanischen Super­mimen ist „Der letzte Tempel­ritter“ (2011), in dem er im tiefsten 14. Jahrhundert ungarische Ritterstatisten, Hexen, CGI-Dämonen und pestverseuchte Zombie-Mönche niederringt und dabei das Gesicht in ernste Falten ­legen darf – eine klasse Action-Version von „Das siebente Siegel“, eine richtige Offenbarung. Sowas Tolles wird in Oldenburg natürlich nicht gezeigt, da gibt es eher so Zeugs wie „Wild at Heart“ und „Leaving Las Vegas“. Trotzdem: Oldenburg und Cage, das passt. Lang lebe Nicolas Cage!“

Emil Penning auf www.tip-berlin.de

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