Die Offblogger

So unterschiedlich wir in Alter, Persönlichkeit, beruflicher Ausrichtung und Entwicklung auch sein mögen – uns eint, dass wir alle gerne schreiben, kulturell interessiert sowie Film- und Social Media-affin sind. Und ein buntes Team bedeutet auch eine große Diversität im Hinblick auf Meinung und Wissen, Schreibstil und inhaltliches Format. Hier stellen wir uns im Detail vor (die vollständigen Texte finden sich unterhalb der Galerie):

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Ramona Walter

Wie heißt es doch so schön? Einmal ist keinmal! Und das bedeutet für mich: Auf in meine zweite Runde des Offblogger-Trubels! Auch in diesem Jahr möchte ich dem Filmfest-Fieber erliegen und über die großen und kleinen Momente, die strahlenden Galas und bunten Partys und vor allem die atemberaubenden Filme schreiben, die das Festival mit Sicherheit wieder zu bieten hat. Angefixt durch mein medienwissenschaftliches Studium, habe ich eine wahnsinnig große Liebe für das Bewegtbild entwickelt. Vor allem begeistern mich besondere Filme, die mein Herz berühren, die mich zum Lachen oder Weinen bringen und es vielleicht sogar schaffen, mein Leben zu bereichern. Ich hoffe und freue mich darauf, genau diese Erfahrungen beim diesjährigen Oldenburger Filmfest zu machen und kann kaum erwarten mit meinen tollen Kollegen auf diesem einzigartigen Blog davon zu berichten.

Moritz Lenz

Kino liebe ich im Großen und im Kleinen: Ich schaue nicht nur regelmäßig mit Freunden die neuesten Horrorfilme auf ihren protzigen 3D-Fernsehern, sondern ruiniere mir auf die angenehmste Art meine Augen, wenn ich mir nachts heimlich mit abgedunkeltem Handy-Bildschirm alte Martial-Arts-Filme zu Gemüte führe. Die meisten Streaming-Plattformen habe ich leider längst leer gesaugt, da kommt das Oldenburger Filmfest gerade recht! Als IMDb-Junkie verbringe ich mehr Zeit mit Filmografien und Film-Facts, als mir gut tut und bin bis zum Scheitel mit gefährlich nutzlosem Filmwissen bewaffnet. Textlich aus der Werbung kommend, kann ich bei den Offbloggern zum ersten Mal frei aussuchen, worüber und wie ich schreiben will und werde das so richtig ausnutzen!

Melanie Schmidt

Hollywood-Blockbuster locken mich nicht so schnell ins Kino. Mein Herz schlägt ganz klar für die Independent Movies! In den sogenannten Indies spürt der Zuschauer wie ambitionierte Filmemacher ihr ganzes Herzblut in ihre Produktionen stecken. Kein Mainstream, keine teuren Spezial-Effekte – hier zählt die Leidenschaft zum Film. Lässt man sich auf diese Art Filme ein, wird man mit einem Blick in ganz andere Welten belohnt. Völlig neue Perspektiven eröffnen sich, die einen fesseln oder zum Nachdenken anregen. Manchmal lassen sie einen aber auch kopfschüttelnd zurück. Auf all‘ diese Gefühle und Stimmungsschwankungen beim Filmeschauen sowie das Spektakel drumherum freue ich mich auch dieses Jahr wieder und gehe als Offblogger zum dritten Mal an den Start. Mögen die fünf Tage Ausnahmezustand beginnen!

Liv Stephan

Mit einer Filmvorführerin als Mutter habe ich die Liebe zum Film schon mit der Muttermilch aufgesaugt. Bis heute hat sich nichts an meiner Begeisterung geändert. Meine Lieblingsfilme (fragt nicht! Es sind zu viele!) kann ich mitsprechen, kann Filmografiedaten von Schauspielern auswendig aufsagen und könnte Stunden damit verbringen, Trailer zu schauen. Dass ich neben meinem Studium im Casablanca-Kino arbeiten möchte, stand für mich schon sehr früh fest. Heute stehe ich tatsächlich hinter der Kasse des Kultkinos, wenn ich nicht gerade fotografiere. Ich mag Filme, deren Handlung mich überraschen und mich gleichzeitig zum Weinen und zum Lachen bringen. Wenn ich von Bildern und Augenblicken in die Leinwand gezogen werde und ich vergesse, dass ich in einem Kinosaal sitze, dann hat man mich. Daher bin ich superhappy bei den Offbloggern dabei sein zu dürfen und schon sehr gespannt auf diese fünf aufregenden Tage auf dem Filmfest!

Phyllis Frieling

Als Filmfest-Neuling und Nicht-Oldenburgerin hat das OFF für mich einen ganz besonderen Reiz, denn ich habe keine Ahnung, was oder wer mich eigentlich erwartet. Ich weiß nur: fünf Tage Ausnahmezustand. Und: Ich will da hin! Bis jetzt reißt mich das OFF selbst noch nicht mit (wie denn auch?) sondern die aufgeregten Offblogger, die vom letzten Jahr schwärmen und es gar nicht erwarten können, und natürlich Torsten Neumann mit seiner unendlichen Begeisterung, die seit 23 Jahren anhält. Das Filmfest soll dieses Jahr ein Fest des Neuen, der Anfänge sein. Debütfilme über Debütfilme. Gerade das macht mich neugierig: Auf dem International Ethnographic Film Festival in Göttingen waren es vor allem die Erstlingswerke, die mich mitgerissen, begeistert oder auch zutiefst verstört haben. Gerade weil sie neu sind, nichts beweisen müssen, sich an keiner vorherigen Leistung messen lassen müssen, sind viele Debütanten freier in Storytelling, Kameraführung und Schnitt. Sie pfeifen auf Regeln und ziehen ihr Ding durch, versuchen Neues, Ungewohntes, Unkonventionelles – und genau diese Filme will ich auf dem Filmfest entdecken. Also: Auf das Neue!

Mareike Schulz

Alte Bekannte sind das Filmfest und ich noch nicht. Wir befinden uns eher im Aufbau einer spannenden Beziehung. 2014 war ich als Bloggerin schon einmal dabei und durfte die Premiere von Offblogger miterleben und -gestalten. Auf geht es also in die zweite Runde: Ich will wieder Festivalatmosphäre spüren, Filmluft schnuppern, den internationalen Gesprächen über das Kino von heute zuhören und sehen, wie meine Heimatstadt sich für ein paar Tage in völlig neuem Gewand zeigt. Nicolas Cage in meinem Oldenburg – dafür komme ich gerne aus Münster nach Hause. Offblogger reizt mich nicht nur als Kommunikationswissenschaftlerin und Social Media Fan, es ist das Erleben, das Diskutieren und vor allem das gemeinsame Fiebern für Film, Neues und ganz besonders Unkonventionelles. Und das alles in Oldenburg. Film ab!

Thorsten Bruns

Das Filmfest und ich, wir kennen uns schon eine Weile. Getroffen haben wir uns vor 16 Jahren. Und sofort war klar: Das funktioniert. Wir mögen ganz ähnliche Dinge: Ungewohntes, Unabhängiges, Provokantes – Kämpfer, Verlierer, Comebacker – Gegenperspektiven, Rückseiten und Wege, die kaum jemand geht. Und natürlich auch: diese Stadt, die all das frühestens auf den zweiten dritten Blick bietet. In der Offseason hören wir oft monatelang nichts voneinander. Ich schreibe Texte für andere und über anderes – und das Filmfest kommt ganz gut ohne mich aus. Fest steht nur: Wir sehen uns wieder – an fünf Tagen im September. Was dabei genau passiert, wie sich das anfühlt und was es für den Rest der Welt bedeutet – das schreib ich hier auf.

Mareike Lange

Die Brille – genau das ist es! Das Icon des Oldenburger Filmfest bringt es symbolisch auf den Punkt: Wer die Festival-Brille aufsetzt, sieht schärfer, mehr und vor allem andere (Lebens-)Welten. Sie zum dritten Mal aufzusetzen nimmt dem Filmfest nicht seinen Reiz. Ganz im Gegenteil: Es wird wieder eine exklusive Zusammenstellung an Filmen, Gästen und Veranstaltungen geben – immer innovativ, oft nachdenklich stimmend, manchmal grenzüberschreitend. Ich freue mich darauf, erneut meinen Blick als Redakteurin und Social Media Managerin, vor allem aber als Filmliebhaberin für diese bereichernden Impulse zu schärfen. Um bei der Brillenmetapher zu bleiben: the filmfestival will definitely wake me up!

Claus Spitzer-Ewersmann

23 Filmfeste, fast schon ein Vierteljahrhundert. Ich bin zum 20. Mal dabei. Einmal war ich in Kanada, einmal musste ich nach Island. Der Rückblick ist zugleich ein Ausblick: Es war immer auf- und anregend, meistens unkonventionell und geradezu abenteuerlich in der Programmierung, stets mit tollen Gästen und aufopferungsvoll kämpfenden Mitarbeitern gesegnet. Die Messlatte liegt Jahr für Jahr hoch, doch Torsten und seine Crew schaffen es immer wieder aufs Neue, mich in ihren Bann zu ziehen. Offblogger ist eine feine Idee, um mal etwas zurückzugeben von all dem, was das Filmfest mir an Ideen, Impulsen und großartigen Momenten gebracht hat. Und wieder solch ein inspirierendes Team um mich zu wissen macht die Sache einmal mehr zu einem großen Vergnügen. Also bitte: Öffnet die Säle!

Fotos: offblogger.de