Distanzlos?!

– „Sister of Mine“ – eine Filmbesprechung via WhatsApp –

Ein neues Format ausprobieren? Unbedingt!, dachten sich OffBlogger Thorsten Bruns und Mareike Lange – und griffen kurzerhand zu WhatsApp. So zeitnah der Austausch zum Leben, so zeitnah auch der Austausch über den Film „Sister of Mine“. 

Noch kurz zum Chat: teils launig, teils ernst. Teils oberflächlich, teils tiefsinnig. Teils weitsichtig, teils vorschnell  (Achtung: Spoiler Warnung!). Eines aber immer: nah am Filmgeschehen. Nun aber los!

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Fazit WhatsApp-Rezension und Film:

Der Vorteil: dass nicht nur der Anspruch im Vordergrund steht, den tieferen Sinn des Films zu ergründen (bzw. ob er überhaupt einen hat) und zu sehen, ob er inhaltlich und handwerklich überzeugend ist. Sondern dass man auch kleinere und vielleicht sogar unwesentliche Beobachtungen äußert.

Der Nachteil: die endgültige Bilanz fehlt. Wobei – in diesem Fall wird vielleicht gerade das dem Film gerecht. Denn die moralische Bewertung überlässt Regisseur Pedro Aguilera dem Publikum – wie auch Mareike und Thorsten in ihrem Chat feststellten. In seinem neuesten Werk folgt er unaufgeregt und (weitgehend) urteilsfrei dem Geschehen und zeigt, wie sublim der Kern des Independent Film umgesetzt werden kann: das Hinterfragen gesellschaftlicher Konventionen, kombiniert mit gezielten Provokationen.

Texte: Mareike Lange, Thorsten Bruns
Fotos: Filmfest Oldenburg

Screenings von „Sister of Mine“:
Do., 14.9., 16.30 Uhr, Cine k/Studio
Fr., 15.9., 21.30 Uhr, Casablanca 2

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