Seine Thesen lösten Sensationen aus

– „The Prophet of Creative Destruction“ erzählt die Geschichte eines bedeutenden Ökonomen –

Joseph Schumpeter – ein Wirtschaftswissenschaftler, dessen Themen nie so aktuell waren wie heute. So lautet zumindest die These des Regisseurs Detlef Siebert, der den Ökonomen in seinem Film „The Prophet of Creative Destruction“ porträtiert.

„Kapitalismus ist das, was durch Innovation aus der Wirtschaft entsteht“, erklärt Produzent Philipp Hoepp eine der Aussagen Schumpeters, die die Dokumentation prägen. Wie entsteht, wie geht Innovation? Und wie erkennt man sie überhaupt? Solchen Fragen nimmt sich der Film mit Hilfe von Interviews, Bildern, alten Aufzeichnungen, Briefen und anschaulichen Darstellungen an.

„(…) das konservative Pendant zu Karl Marx“

Zehn Stunden Gesprächsmaterial mit Professoren, ehemaligen Nachbarn und Studierenden, die sich über rund acht Jahre angehäuft haben, wurden auf knapp 60 Minuten heruntergebrochen. Detlef Sieberts Werk zeigt Höhen und Tiefen eines Intellektuellen, der sich bis zu seinem Tode nicht unterkriegen ließ – und dessen Werke über Disruption und Kondratjew-Zyklus erst 50 Jahre später wirklich ernstgenommen werden.

„Er wollte der weltbeste Ökonom, Liebhaber und Reiter werden.“
Nur die Sache mit dem Reiten habe er nicht erreichen können.

Fazit: „The Prophet of Creative Destruction“ bietet einen kleinen Einblick in die Erkenntnisse Joseph Schumpeters. Die Dokumentation erklärt anschaulich einige Thesen des Ökonomen und schafft es, Grundlagen der Volkswirtschaft einfach und verständlich abzubilden. Wer sich allerdings mehr Tiefe wünscht, sollte sich unbedingt zusätzliche Infos aus der eigenen Lektüre ziehen.

Text: Janina Gründemann
Foto: Filmfest Oldenburg

Screening von „The Prophet of Creative Destruction“:
Fr., 15.9., 16.30 Uhr, Casablanca 2

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