Über Bierbäuche und Beerdigungen

– Kommentar zu „I Am Dead But I Have Friends“ –

Endlich einmal eine Komödie, die ohne die klischeehaften Sunnyboys und -girls mit Modelmaßen auskommt.

Bei „I Am Dead But I Have Friends“ (BE/F 2015, Originaltitel: „Je Suis Mort Mais J’ai Des Amis“) stehen gestandene Männer mit Bierbauch vor der Kamera. Auch braucht es nicht immer prominente Schauspieler, um einen guten Film zu produzieren. Vielmehr setzt Regisseur Stéphane Malandrin auf unbekanntere, aber charakterstarke Gesichter und eine liebenswerte Geschichte, die da wäre: Als der Lead-Sänger einer betagten Rockband unverhofft stirbt, müssen ihre Mitglieder von einem Tag auf den anderen ohne ihn auskommen. Dennoch entscheiden sie sich, auf Tournee zu gehen, um ihr neues Album vorzustellen – und nehmen den Toten mit.

Dass Freundschaft über den Tod hinausgehen kann, bekommt somit eine ganz andere und ziemlich komische Bedeutung. „I Am Dead But I Have Friends“ zeigt darüber hinaus, dass der Tod nicht immer ein zutiefst trauriges Ende bedeuten muss. Ob die geplante Tour nach L.A. jedoch ein Erfolg wird, steht auf einem anderen Blatt. Denn den Alt-Rockern kommt so einiges dazwischen. Was genau? Und wie sie mit den Hindernissen umgehen? Das erzählt die belgisch-französische Komödie auf sympathische Weise.

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